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Foto-Adventskalender der kartenmacherei

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Manche Dinge verlieren mit den Jahren ihren Zauber. Andere nicht. Adventskalender gehören für mich ganz eindeutig zur zweiten Kategorie. 24 Türchen, 24 kleine Überraschungen und jeden Morgen die Frage: Was ist heute drin?

Egal, wie alt ich bin: Ich will einen Adventskalender.

Keine Vorweihnachtszeit ohne 24 Türchen. Daran hat sich auch im Erwachsenenalter nichts geändert. Im Gegenteil. Nachdem ich jahrelang einen Adventskalender für den Mann gemacht habe, kam irgendwann der Gedanke: Meine Eltern brauchen auch einen. Schließlich haben sie früher immer dafür gesorgt, dass ich im Dezember jeden Morgen ein Türchen öffnen konnte.

Im ersten Jahr gab’s einen selbstgemachten Kalender. Danach einen mit Schokolade und schließlich eine Schokoladentafel – mit 24 Stücken zum Teilen. Und dann, 2023, gestaltete ich zum ersten Mal einen Adventskalender mit Fotos.

Foto-Adventskalender der kartenmacherei werden auf der Website am Computer ausgewählt.

Instagram ist schuld

Ein Großteil der Menschen in meinem Bekanntenkreis verflucht die Werbung auf Instagram. Ich liebe sie. Wenig ist so inspirierend wie die Posts, die einem dort vermeintlich zufällig eingespielt werden. Zugegeben: Ich nutze die Buttons „Interessiert mich“ und „Interessiert mich nicht“ ziemlich konsequent. Instagram kennt meine Vorlieben deshalb erstaunlich gut. Und so ist die Werbung für mich häufig weniger nervig als vielmehr eine Fundgrube.

Irgendwann wurde mir dort ein Foto-Adventskalender der kartenmacherei gezeigt. Der Werbepost ist der Auslöser dafür, dass meine Eltern in diesem Jahr zum vierten Mal einen gemeinsamen Foto-Adventskalender bekommen werden.

Instagram-Beitrag der kartenmacherei mit einem Foto-Adventskalender auf einem Smartphone.

Ich bin ein Verpackungsopfer

Manche Produkte sehe ich – und: Zack, verliebt. Ein zweiter Blick entscheidet, ob die Begeisterung bleibt. Bei den Foto-Adventskalendern der kartenmacherei habe ich mich direkt ins Cover verguckt. Und beim Besuch der Website gleich in die nächsten. Eins schöner als das andere. Ich wusste sofort, welches ich am liebsten bestellen würde – und hatte gleichzeitig schon drei weitere Favoriten. Für eine jährliche Tradition ist das praktisch. So hängt nicht jedes Jahr derselbe Kalender an der Wand. Das Äußere wechselt genauso wie die Fotos hinter den Türchen.

Jedes Jahr kreiert das Designteam der kartenmacherei neue Motive. Für 2026 sind das „Rentierkarussell“ und der „Golden Tree“ hinzugekommen. Beliebte bestehende Designs bleiben im Sortiment. Insgesamt gibt’s elf verschiedene Varianten.

Erinnerungen für die Wand

Der erste Foto-Adventskalender – ein Best-of. 2023 habe ich aus dem Vollen geschöpft. Bilder, die die Eltern mit mir verbinden. Motive, bei denen sie sofort wussten: „War so klar, dass Mel das fotografieren musste.“ Riesige rote Herzen, die eigentlich Weihnachtsschmuck waren und im Sommer noch am Zaun in einem Vorgarten hingen. Peggy, unser Stoffschaf und Maskottchen. Ein Stück Käsekuchen – weil ich Käsekuchen liebe. Und natürlich gemeinsame Momente, Ausflüge und Erlebnisse. Es durfte alles rein, woran wir gerne zurückdenken – und alles, was irgendwie zu uns gehört. Die Auswahl war riesig. Tausende Fotos – und nur 24 Türchen.

Ein Jahr später wurde der Foto-Adventskalender zum Jahresrückblick. Seitdem nehme ich die Eltern mit durch die vergangenen Monate. Mit Bildern von Momenten, die wir gemeinsam erlebt haben. Aber auch mit solchen, bei denen sie nicht dabei waren und die für mich besonders waren.

Der Adventskalender ist das ganze Jahr in meinem Kopf. Schon beim Fotografieren weiß ich: „Das kommt in den Kalender.“ Trotzdem gehört das Stöbern für mich dazu. Ich klicke mich durch die Aufnahmen der letzten Monate, bleibe hängen und schwelge in Erinnerungen. Ich sortiere Bilder aus, hole sie zurück und entdecke Momente, die ich beinahe vergessen hatte.

Beim ersten Kalender waren es Fotos aus Jahrzehnten. Für den aktuellen Jahresrückblick bleiben dagegen nur gut zehneinhalb Monate. Ich schummle – und vergreife mich auch an den Bildern vom November und Dezember des Vorjahres. Kalenderpolitisch nicht ganz korrekt. Aber das gute Stück muss schließlich rechtzeitig zum 1. Dezember produziert sein.

Persönlicher Foto-Adventskalender mit eigenen Erinnerungsfotos in einem dunklen Bilderrahmen.
Zwei gerahmte Foto-Adventskalender mit persönlichen Erinnerungsfotos hängen über einer Kommode.

Jetzt wird gepuzzelt

24 Fotos gefunden, Kalender fertig? Schön wär’s.

Für dieses Jahr habe ich schon 25 Bilder ausgewählt – und dabei fehlen noch einige Wochen im fotografischen Jahresrückblick. Einige sind gesetzt, andere bilden den Vorrat für die Gestaltung.

Bis zu 50 Bilder lassen sich gleichzeitig vom Computer in den Konfigurator laden. Danach ist eigentlich alles selbsterklärend. Die Fotos werden platziert, verschoben und im Ausschnitt angepasst. Und wenn die Qualität einer Aufnahme nicht ausreicht, weist das System darauf hin.

Eine kleine Extrawurst brate ich mir: Bevor ich loslege, erstelle ich eine Liste mit Datum und Wochentag. So habe ich im Blick, welche Türchen aufs Wochenende fallen. Denn auch die Zahlen mischen bei der Gestaltung mit. Besondere Tage – der 1. Dezember, Nikolaus, die Adventssonntage und natürlich der Heiligabend – bekommen besondere Bilder. Dann wird geschoben, getauscht und am Ausschnitt gefeilt. Und ich klicke immer wieder den Button „Türchen ausblenden“. Dann verschwinden die Zahlen, und ich sehe nur noch die Collage, die später als Poster übrig bleibt.

Die reine Gestaltung dauert bei mir ungefähr eine Stunde – vorausgesetzt, die Bilder sind vorher ausgewählt. Vermutlich ginge es schneller. Aber ich bin bei solchen Dingen ausgesprochen pingelig. Wenn ein Foto an anderer Stelle besser aussieht, muss es eben noch mal umziehen.

Am unteren Rand kann man einen kurzen Text eingeben. Am schönsten finde ich das Poster allerdings ohne Schrift. Ganz entfernen lässt sich das Textfeld leider nicht. Meine Lösung: Weiße Schrift auf weißem Hintergrund. Nicht elegant, aber unsichtbar.

Bitte nicht auf den letzten Drücker

Ganz ehrlich: Dieses Last-minute-Ding, das ich jedes Jahr an den Tag lege, braucht kein Mensch. Wer den Kalender ohne vorweihnachtlichen Endspurt gestalten möchte, sollte spätestens in der ersten Novemberwoche anfangen. Nicht unbedingt, weil der Konfigurator viel Zeit verlangt. Die eigentliche Arbeit steckt in der Auswahl: Fotos finden, wieder verwerfen, neu sortieren – und am Ende doch noch einmal alles umstellen.

Ein Poster, das bleiben darf

Nach drei fertigen Exemplaren weiß ich ziemlich genau, was mich erwartet: ein schöner Druck, kräftige Farben und ein Poster, das auch nach dem Advent bleiben darf. Etwas, das mich gestört hätte, fällt mir tatsächlich nicht ein. Würde mich das Produkt nicht überzeugen, hätte ich den Anbieter vermutlich längst gewechselt. Produziert werden die Foto-Adventskalender übrigens im Schwarzwald. Für Poster und Umschlag verwendet die kartenmacherei zertifizierte Papiere – darunter FSC-zertifizierte Materialien sowie Papiere mit EU Ecolabel und Blauem Engel.

Bei den Eltern ist der Kalender Teil der Weihnachtsdekoration. Im vergangenen Jahr stand er im Hochformat angelehnt an ein Glas auf dem Esstisch – so drapiert, dass sie ihn immer im Blick hatten. Geöffnet werden die Türchen abwechselnd, aber immer gemeinsam. Als im zweiten Jahr das zweite Poster dazukam, überlegten die Eltern kurz, das erste auszutauschen oder in einen anderen Raum zu hängen. Mein Einwand: „Das Haus ist groß. Ihr habt jede Menge Platz.“

Und so hat jedes Poster seinen eigenen Rahmen – und seinen eigenen Platz. Im vergangenen Jahr habe ich zum ersten Mal den passenden Rahmen bei der kartenmacherei mitbestellt. Mit 29,99 Euro war er nicht so günstig wie die anderen – aber mit Abstand ist er der schönste. Gut möglich, dass in diesem Jahr wieder einer im Warenkorb landet.

Poster des Foto-Adventskalenders der kartenmacherei wird aus seinem Umschlag gezogen.

Die schönste Nebenwirkung

Irgendwo zwischen Sichten, Aussortieren und Hin- und Herschieben passiert noch etwas anderes. Ich guck‘ nicht einfach nur Fotos an, sondern lasse mein Jahr Revue passieren. Ich schaue auf die großen Ereignisse. Und auf all die kleinen Momente, die nicht mehr im Kopf sind, aber eben im Fotoarchiv. Beim Zusammenstellen wird sichtbar, wie viel Schönes da war. Was mich zum Lachen gebracht hat. Was mir wichtig war. Und was bleiben soll.

Der Kalender ist ein Geschenk für die Eltern. Mit seiner Gestaltung beschenke ich mich jedes Jahr auch selbst ein bisschen. Vielleicht hat das sogar etwas mit Selbstliebe zu tun: Sich Zeit zu nehmen, das eigene Jahr anzuschauen – und dabei nicht nur zu sehen, was schwierig war oder nicht funktioniert hat, sondern auch all das, was gut war.

Alle Jahre wieder

Im ersten Jahr war der Foto-Adventskalender ein Versuch. Mittlerweile gehört er für mich zur Vorweihnachtszeit – und die beginnt so lange bevor das erste Türchen geöffnet wird. Im vierten Jahr ist der Kalender für die Eltern keine Überraschung mehr. Was sich hinter den 24 Türchen verbirgt, schon.

Foto-Adventskalender der kartenmacherei hängt über einer Holzkommode.
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