Mehrere Tausend verschiedene Kalender erscheinen jedes Jahr auf dem deutschen Markt. Wie viele es genau sind? Schwer zu sagen. Nur eines dürfte sicher sein: Mal eben einen Kalender aussuchen? Viel Spaß.
Sie hängen an der Wand, liegen auf dem Schreibtisch, stecken in der Tasche oder verlieren jeden Morgen ein Blatt. Manche organisieren den Familienalltag, andere überraschen täglich mit einem Gedanken, einmal im Monat mit einem kleinen Puzzle oder das ganze Jahr über mit schöner Gestaltung.
Natürlich lassen sich Termine längst digital verwalten. Das ist praktisch, schnell und kaum noch wegzudenken. Aber ein analoger Kalender muss nicht entsperrt werden, schickt keine Benachrichtigungen und braucht keinen Akku. Dafür macht er Zeit sichtbar und begleitet uns Seite für Seite, Blatt für Blatt oder Monat für Monat durchs Jahr.

Zwölf Monate, zwölf Schächtelchen, zwölf kleine Welten. In einer Box versammeln sich zwölf Mini-Puzzles aus je 99 Teilen – eines für jeden Monat. Zusammengesetzt ist es ungefähr so groß wie eine Postkarte – und entführt mitten hinein in eine Welt zwischen Blumen und Blüten, die aus einer Perspektive erzählt wird, die sonst nur Käfer kennen. Kleine Figuren schaukeln an Tulpen, machen es sich auf Sonnenblumen gemütlich und begleiten die Natur durch die Jahreszeiten.
Ein Kalender im klassischen Sinne ist das nicht: Es gibt weder ein Kalendarium noch Platz für Termine. Die zwölf mit den Monaten beschrifteten Schächtelchen geben lediglich den Rhythmus vor. So wird aus der Puzzlebox ein Jahresbegleiter, der jeden Monat mit einem kleinen Geschenk, einer neuen Bilderwelt und 99 Teilen Auszeit überrascht.

Liebe auf den ersten Blick. Und auf den zweiten gleich noch einmal. Denn bei diesem Jahresplaner gibt es tatsächlich zwei Seiten zu entdecken. Schwarz oder Weiß – das ist hier die Frage: weiß mit schwarzem Kalendarium oder schwarz mit weißem Kalendarium. Ist diese Entscheidung gefallen, beginnt der eigentliche Spaß.
Mehr als 600 farbige Klebepunkte lassen sich beschriften und über das kommende Jahr verteilen. Welche Farbe für Urlaub, Geburtstage, Arbeit, Familie oder persönliche Ziele steht, entscheidet jeder selbst. Und dann darf geklebt, geplant und zwischendurch ein bisschen gesucht werden: Wo war noch gleich der nächste freie Tag? Und irgendwo zwischen all den Punkten müssen doch noch der Urlaub und all die Geburtstage stecken.
Mit jedem neuen Punkt wird aus dem schlichten Jahresüberblick ein persönliches Gesamtbild – halb Kalender, halb Wandschmuck und immer ein kleines Spiel mit Farben zugleich. So macht Termine eintragen plötzlich erstaunlich viel Spaß.

Kalendern. Dieses Wort gibt es tatsächlich – allerdings bedeutet es laut Wörterbuch so viel wie grübeln, nachdenklich sein oder sich mit unnötigen Dingen beschäftigen. Bei Nicole von nw pur bekommt das Wort allerdings eine viel schönere Bedeutung: im Hier und Jetzt sein, die Gedanken schweifen lassen, kurz innehalten.
Ihr Kalender „Sternzeichen nordisch gedacht“ bietet dafür Woche für Woche Platz – nicht nur für Termine, sondern auch für Visionen, Gedanken, Ziele und Ich-Zeit. Jeder Monat beginnt mit Fragen wie: Welche Vision lässt das Herz höherschlagen? Welcher kleine Schritt führt ihr ein Stück näher? Und welche Gedanken können eigentlich weg?
Dazwischen begegnen einem liebevoll getextete Sternzeichen, nordisch gedacht, und kleine Sätze wie: „Sorge für dich, als wärst du die Liebe deines Lebens.“ Selbst das Graspapier macht mit: Es fühlt sich besonders an und duftet frisch ausgepackt ein wenig nach Natur. So geht Kalendern auf nordisch.

365 Tage, 365 Sprüche – und jeden Morgen ein guter Grund, erst einmal zu lachen. Dieser Kalender nimmt das Älterwerden, den Alltag und vor allem sich selbst nicht ganz so ernst. Mal frech, mal liebevoll und gelegentlich herrlich schonungslos trifft er ziemlich genau die kleinen Absurditäten des Lebens.
Entstanden ist der Abreißkalender aus den Sprüchen, mit denen Uli Heppel und Sabine Fuchs zunächst ihre Instagram-Community unterhielten. Im Herbst 2021 erschien die erste kleine Auflage für das Jahr 2022. Inzwischen gehört das morgendliche Abreißen für viele längst zum festen Ritual. So beginnt jeder Tag zumindest mit einem Schmunzeln – und mit der Gewissheit, dass mehr Jahre schließlich vor allem eines bedeuten: mehr Leben.

Neonorange gegen den grauen Alltag! Dieser Tischkalender bringt so viel Farbe auf den Schreibtisch, dass selbst ein trister Regentag sofort ein bisschen freundlicher aussieht. Und scheint draußen ohnehin die Sonne, leuchtet er einfach um die Wette. Rund um das knallige Orange hält sich die Gestaltung angenehm zurück: klare Linien, große schwarze Zahlen, viel Weiß und eine schwarze Spiralbindung. Mehr braucht es nicht. Vermutlich verliert sogar der hässlichste Termin einen Teil seines Schreckens, sobald er in diesem Kalender steht. Zahnarzt, Steuerfrist und Montagmorgenmeeting werden dadurch zwar nicht schöner, sehen daneben aber immerhin weniger grau aus.

Wer einen Kalender aufschlägt, schaut normalerweise nach vorn. Dieser lädt eindeutig auch zu einem Ausflug in die Vergangenheit ein: zu außergewöhnlichen Frauen, die mit Worten, politischen Botschaften, großen Visionen oder medizinischen Durchbrüchen ihre Zeit geprägt haben.
Die Idee dazu ist fast vierzig Jahre alt. Luise F. Pusch, eine der Begründerinnen der feministischen Linguistik in Deutschland, gab den ersten Kalender bereits 1987 heraus. Jeder Monat gehört einer anderen Jubilarin des Jahres 2027. So begleiten unter anderem Astrid Lindgren, Coretta Scott King, Clarice Lispector und Özlem Türeci durch das Jahr – mit Lebensgeschichten, die Mut machen, überraschen und zum Weiterlesen einladen.
Zwischen den Biographien bleibt natürlich Platz für das eigene Leben: Eine Woche pro Doppelseite, Monats- und Jahresübersichten sowie freie Seiten für Notizen machen den Kalender zum handlichen Terminplaner. Ein kleines Lesebuch also, das nebenbei auch noch weiß, was in der kommenden Woche ansteht.

Was wir lieben. Mal ehrlich: Kann ein Kalender schöner heißen? Hinter dem Namen verbergen sich 365 außergewöhnliche Liebeserklärungen an den Alltag – an Neujahrsenergie, Croissant-Duft in den Straßen von Paris, das Ende des Regenbogens oder Camping unter dem Herbsthimmel. Jeden Tag wartet eine neue kleine Botschaft, die zum Schmunzeln, Nachdenken oder genaueren Hinsehen einlädt.
Abreißkalender, Schreibtischkalender, Notizzettel – irgendwie ist „Was wir lieben“ alles drei. Statt an der Wand zu hängen, steht der Kalender in einer bordeauxfarbenen Box auf dem Tisch. Darin warten die Kalenderblätter auf weißem und blauem Papier, wobei sich die beiden Farben Monat für Monat abwechseln. Oben steht das Datum, unten der tägliche Impuls und dazwischen bleibt Platz für eigene Gedanken, Zeichnungen, Notizen oder die schnöde Einkaufsliste. Und weil mit dem Abreißen längst nicht Schluss sein muss, werden die Blätter in der „Was wir lieben“-Community bemalt, beschriftet, verschickt und mit dem Verlag geteilt.

Dieser Kalender hat Mut. Mut zur Farbe und Mut zum Schlichtsein. Basic 2027 verzichtet konsequent auf jedes Chichi und wirkt gerade dadurch alles andere als langweilig. Jeder Monat zeigt sich in einer anderen kräftigen Farbe: Der Juni leuchtet sonnengelb, der August kommt in knalligem Rot daher.
Dazu Naturpapier, eine schwarze Spiralbindung und ein ebenso schwarzer Wandaufhänger. Der in Deutschland produzierte Kalender ist klar und unaufgeregt, ohne sich an der Wand auch nur eine Sekunde zu verstecken.

Ein Familienkalender sorgt normalerweise dafür, dass alle wissen, wann wer wo sein muss. Dieser stellt zwischendurch noch eine ganz andere Frage: Wie geht es euch eigentlich miteinander? Auf den Rückseiten der Kalenderblätter warten Reflexionen, Tipps und kleine Übungen, bei denen sogar die Kleinen mitmachen können. Keine große Familienkonferenz, sondern kleine Anlässe zum Reden, Nachdenken und gemeinsamen Durchatmen. Vorne wird der Alltag sortiert, hinten geht es um die Menschen, die ihn miteinander teilen.
Das Organisatorische beherrscht der Kalender natürlich trotzdem: Im Monatsraster finden bis zu sechs Personen Platz – eine kleine Großfamilie also. Auch für Notizen, wichtige Telefonnummern und sogar eine Verleihliste ist gesorgt. Die Schulferien sind bereits vermerkt. Bunte Sticker helfen beim Sortieren, Markieren und bloß nicht Vergessen. Und weil Familienorganisation selten ohne zusätzlichen Zettelkram auskommt, gibt es noch eine ausklappbare Tasche. Perfekt organisiert wird das Leben dadurch vermutlich noch immer nicht. Aber halbwegs entspannt ist schließlich gut genug.

Wer kennt sie nicht? Diese Kalender, die geschlossen wunderschön aussehen, sich auf dem Schreibtisch aber hartnäckig wieder zuklappen. Dieser nicht. Dank Schweizer Broschur lässt sich der Buchkalender flach aufschlagen. Links wartet die Woche mit ihren Terminen, rechts eine freie Seite für Aufgaben, Gedanken und alles, was sonst noch durchs Jahr schwirrt.
Auch der übliche Zettelkram bekommt seinen Platz: Im Umschlag stecken zwei Taschen, dazu gibt’s einen Stifthalter, ein Lesebändchen und einen Gummibandverschluss. Gefertigt wird der Kalender von Hand in Deutschland – aus Recyclingpapier und Recyclingkarton.

Wie großartig ist das denn bitte? Der Monat ist rum. Für das Kalenderblatt geht’s jetzt erst richtig los. Statt ins Altpapier zu wandern, wird jedes der zwölf großformatigen Blätter zu einem dreidimensionalen Papierobjekt. Aus einem Bild an der Wand wird eine kleine Papierskulptur. Und der November? Hängt erst an der Wand und anschließend als Weihnachtskugel am Baum.
Und dann diese Farben! Beim historischen Irisdruck gehen sie direkt auf den Walzen ineinander über und bilden immer neue Verläufe. Kein Exemplar gleicht dem anderen.

Elf Kalender lang haben sich andere Gedanken über Gestaltung, Farben und Inhalt gemacht. Beim zwölften ist man selbst dran. Ein Blick zurück oder ein Blick nach vorn? Ein selbstgemachter Kalender kann beides sein. Er bewahrt Erinnerungen und besondere Momente aus dem vergangenen Jahr – oder macht mit Bildern und Ideen schon einmal Lust auf gemeinsame Pläne, Ausflüge und Erlebnisse.
Wie er am Ende aussieht, entscheidet allein, wer ihn gestaltet. Schwarz, weiß oder goldfarben, klein oder groß, quadratisch oder rechteckig, im Hoch- oder Querformat: Der gute alte selbstgemachte Kalender ist und bleibt ein Klassiker. Und kennt eigentlich nur eine Gestaltungsregel: Erlaubt ist, was gefällt.


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