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Warum Labels und Manufakturen eine Presseseite brauchen – und wie sie aufgebaut sein sollte

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Viele Labels und Manufakturen legen großen Wert auf ihre Außendarstellung – sei es durch Social Media, ansprechende Produktpräsentationen oder eine liebevoll gestaltete Website. Doch ein zentraler Bereich wird häufig übersehen: die Presseseite. Dabei kann sie den entscheidenden Unterschied machen, wenn es darum geht, in Magazinen, Blogs oder Zeitungen aufzutauchen. „Presseseite erstellen“ sollte deshalb bei allen Labels ganz oben auf der Prioritäten-Liste stehen.

Journalistinnen und Journalisten, Bloggerinnen und Blogger sowie Influencerinnen und Influencer arbeiten unter Zeitdruck. Sie suchen schnell zugängliche, gut aufbereitete Informationen und Bildmaterial – am besten in einer leicht auffindbaren und professionell gestalteten Presseseite. Fehlt diese, bedeutet das im schlimmsten Fall eine verpasste Chance auf Berichterstattung.

Erfahrungen aus der Praxis: Warum eine gute Presseseite den Unterschied macht

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie wertvoll eine gut strukturierte Presseseite sein kann:

Für die Erstellung des TOLLELABELS MAG wurden über 700 Mails verschickt, um Presseinformationen und Bildmaterial von Labels und Manufakturen einzuholen.

Eine mühsame Aufgabe, die eigentlich nicht sein muss. Denn eine ordentliche Presseseite bietet alle wichtigen Informationen, inklusive Ansprechparterin bzw. Ansprechpartner und Bildmaterial auf einen Blick.

Labels, die bereits eine Presseseite mit hochwertigem Bildmaterial und klaren Informationen hatten, waren klar im Vorteil. Sie konnten innerhalb von Minuten das benötigte Material zur Verfügung stellen – während bei anderen mühsam nachgefragt werden musste.

Presseseiten, die positiv aufgefallen sind:

Tabledots – pragmatische Umsetzung mit direktem Zugang zu Bildern und Infos
Horl – modernes Design, professionelle Aufbereitung
PAKAMA – klare Struktur
Erz&Mountain – einfach, aber funktional

Viele Labels verzichten leider auf eine eigene Presseseite oder gestalten sie so, dass sie schwer auffindbar ist. Häufig ist der Pressebereich versteckt oder enthält lediglich Veröffentlichungen, aber keine für Journalistinnen und Journalisten relevanten Materialien.

Was eine gute Presseseite enthalten sollte

1. Leichte Auffindbarkeit und klare Struktur

Eine Presseseite sollte in der Hauptnavigation, im Footer oder auf der „Über uns“-Seite verlinkt sein. Ein klarer Name wie „Presse“, „News“ oder „Medien“ hilft, die Seite sofort zu erkennen.

2. Unternehmens- und Produktinformationen

Ein kurzer, prägnanter Text über das Label, die Gründungsgeschichte und die Besonderheiten der Produkte hilft Journalistinnen und Journalisten, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Wer will, kann solche Informationen auch gebündelt in einem PDF zum Download anbieten. Das ist nicht zwingend notwendig, schadet aber auch nicht.

3. Hochwertiges Bildmaterial zum Download

Professionelle, hochauflösende Produktbilder sowie Logos in verschiedenen Formaten (72 dpi für Web, 300 dpi für Print) sind essenziell. Es empfiehlt sich eine gute Auswahl an Bildern bereitzustellen. Mit unterschiedlichen Motiven im Hoch- und Querformat. Wichtig ist, die Bildrechte eindeutig zu klären und rechtssichere Angaben bezüglich Copyright oder dem Fotografen bzw. der Fotografin zu machen.

4. Pressemitteilungen und Medienberichte

Aktuelle Pressemitteilungen sowie Berichterstattungen über das Label sollten übersichtlich und chronologisch angeordnet sein. Eine Suchfunktion erleichtert das Auffinden relevanter Inhalte. Alternativ können ältere Beiträge auch ins Archiv verschoben werden.

5. Medienkontakt

Ein direkter Kontakt für Presseanfragen (Name, E-Mail, Telefonnummer) sollte leicht auffindbar sein. Am besten steht der Pressekontakt direkt rechts oben auf der Seite.

6. Pressekit als Download

Ein kompaktes Medienkit mit Logos, Bildern, einer Unternehmensbeschreibung und den wichtigsten Daten erleichtert die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten enorm. Es ist aber sinnvoll, Bilder und Unterlagen auch einzeln zum Download anzubieten. Nicht jeder will alle Daten runterladen oder hat ein Programm zum Entpacken auf dem Redaktions-Rechner.

7. Mobile Optimierung

Da viele Journalistinnen und Journalisten mobil recherchieren, sollte die Presseseite für Smartphones und Tablets optimiert sein. Aber das ist heutzutage ja schon fast selbstverständlich.

Lohnt sich eine Plattform wie Press Loft?

Plattformen wie Press Loft bieten einen zentralen Ort für Presseinformationen und Bildmaterial. Sie können die Reichweite erhöhen, sind jedoch kein Ersatz für eine eigene Presseseite. Labels sollten daher auf eine gut strukturierte eigene Lösung setzen und Plattformen als Ergänzung nutzen.

Fazit: Eine Presseseite spart Zeit – und bringt Sichtbarkeit

Eine gut gemachte Presseseite spart nicht nur Zeit bei der Beantwortung von Presseanfragen, sondern erhöht auch die Chance, in relevanten Medien präsentiert zu werden. Gerade kleine Labels und Manufakturen können damit professionell auftreten und sich von Mitbewerbern abheben.

Wer also langfristig in der Presse sichtbar sein möchte, sollte das Thema Presseseite nicht unterschätzen. Denn sie hilft Journalistinnen und Journalisten nicht nur bei ihrer Arbeit, sondern signalisiert auch eine gewisse Relevanz.

Wer eine Presseseite hat, muss wohl was zu Bieten haben – und das denken nicht nur Journalistinnen und Journalisten, sondern auch potenzielle Kundinnen und Kunden.

Über die Autorin:

Caroline Monteiro ist Journalistin und PR-Beraterin mit über 20 Jahren Erfahrung in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Sie war als investigative Reporterin für das öffentlich-rechtliche Fernsehen sowie für große Zeitungen und Online-Medien tätig. Als PR-Beraterin unterstütze sie große NGOs ebenso wie Startups und KMUS. Seit 2021 konzentriert sie sich verstärkt auf die PR-Arbeit für Autor:innen und Personenmarken – mit dem Ziel, Menschen und Unternehmen sichtbar zu machen, die die Welt ein Stück besser machen. Ihr Motto: „Tue Gutes und rede darüber.“

PR-Beraterin Carolin Monteiro teilt ihr Fachwissen zum Thema Presseseite.
Foto: Stefanie Lippert
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