Glücksspender mit Schleife: Von der positiven Psychologie des Schenkens

Schenken macht glücklich! Ok, das wusstest du wahrscheinlich schon. Aber weißt du auch, wieso? Kleiner Spoiler: Es hat etwas mit Biologie zu tun. Und Wertschätzung. Und Dankbarkeit. Wenn du wissen möchtest, wie das genau funktioniert und wie du die positiven psychologischen Effekte des Schenkens am besten für dich nutzen kannst, darfst du jetzt gerne weiterlesen.

Warum Geschenke uns glücklich machen – und gesund

Du hast ein schönes Geschenk für einen lieben Menschen ausgesucht, es hübsch verpackt, vielleicht sogar ein Kärtchen mit ein paar netten Zeilen beigelegt und jetzt ist es endlich so weit: Dein Gegenüber nimmt dein Präsent entgegen, zupft neugierig die Schleife auf und wenn dann der Inhalt zum Vorschein kommt, wirst du mit leuchtenden Augen und einem herzlichen „Dankeschön“ belohnt.

Fühlt sich verdammt gut an, oder? Das hast du dem Belohnungssystem in deinem Gehirn zu verdanken. Das springt nämlich an, sobald du die positive Reaktion auf dein Geschenk wahrnimmst, und sendet einen Schwall Serotonin durch deine Synapsen. Die funken dann fröhlich und veranstalten ein kleines Freudenfeuerwerk, das sich bei dir als wohlig warmes Gefühl bemerkbar macht.

Die Freude am Schenken ist ein Teil unserer Biologie

Auch bei der beschenkten Person zeigen sich starke positive Emotionen: Sie freut sich über das Geschenk, fühlt sich wertgeschätzt und ist dankbar. Und wer häufiger gute Gefühle hat, ist leistungsfähiger, unempfindlicher gegenüber äußeren Belastungen und genießt eine stärkere Immunabwehr. Somit macht Schenken nicht nur beide Seiten glücklich, sondern auch gesund.

Die Freude am Schenken ist tatsächlich in unserer Biologie angelegt. Sie hat sich im Laufe unserer Evolution herausgebildet. Denn als die Menschheit noch in den Kinderschuhen steckte, stellte das Schenken einen echten Überlebensvorteil dar: Wer anderen von seinem beschafften Hab und Gut etwas abgab, stärkte die Gemeinschaft und auch seinen Platz darin. Wenn dann mal Gefahr drohte oder Hilfe gebraucht wurde, war auf die Mitmenschen Verlass, da Geschenke-Geber in guter Erinnerung behalten wurden. Zumindest im Idealfall. Damit das funktioniert, muss das Geschenk jedoch seine wichtigste Funktion erfüllen können:
 Es muss Freude machen.

Oma freut sich über Geschenk

Was macht ein gutes Geschenk aus?

Mit abgewetzten Fetzen und alten Knochen kam man nämlich auch als Höhlenmensch nicht weit. Was ein Geschenk genau mitbringen muss, damit es Freude macht, haben sich auch ein paar Wissenschaftler gefragt und einige interessante Untersuchungen zur positiven Psychologie des Schenkens angestellt.

Dabei fanden sie heraus:

Der Preis des Geschenks spielt ein untergeordnete Rolle

Wie viel das Geschenk gekostet hat, ist für die beschenkten Leute gar nicht so wichtig. Viel bedeutsamer ist die Beschaffenheit des Gegenstands. Gute Qualität, schöne Optik und Haptik werden geschätzt, müssen aber nicht kostspielig sein. Bei Büchern, CDs und anderen Medien ist logischerweise der Inhalt entscheidend.

Erfüllte Wünsche und Bedürfnisse kommen gut an

Geschenke-Empfänger freuen sich besonders über Dinge, die sie sich wünschen oder gut gebrauchen können. Klingt so einfach und naheliegend, oder? Und ist es doch oft nicht. In Erfahrung zu bringen, welche Wünsche und Bedürfnisse deine Mitmenschen hegen, kann sogar ganz schön knifflig sein – insbesondere, wenn du sie noch nicht so gut kennst. Hier ist es durchaus erlaubt, Freunde und Bekannte ein bisschen auszufragen oder einen Blick auf eventuelle (digitale) Wunschlisten zu werfen.

Raffinierte Überraschungen dürfen erklärt werden

Ausgeklügelte Geschenkideen, denen lange Überlegungen und viel Kopfzerbrechen vorausgegangen sind, können von Beschenkten hingegen kaum in vollem Umfang gewürdigt werden – wenn du ihnen deine Gedankengänge nicht mitteilst. Denn solche Überlegungen gehen meistens von unserer eigenen Erwartungshaltung aus, und die muss nicht unbedingt zu unserem Gegenüber passen. 
Erzählst du den Beschenkten aber, was dich zur Auswahl bewogen hat und warum du denkst, dass dein Geschenk richtig gut passt – zum Beispiel mit ein paar Zeilen auf dem Glückwunsch-Kärtchen – kann sich dein Gegenüber in dich hineinversetzen. Das hat in den meisten Fällen einen positiven Effekt.

Schenken ist Kommunikation – und Beziehungsaufbau

Wenn wir einem anderen Menschen etwas schenken, erfüllen wir nicht einfach eine ungeschriebene Pflicht, wir führen eine kommunikative Handlung aus, die etwas über die Beziehung zu unserem Gegenüber aussagt. Nur tun wir das nicht mit Worten, sondern durch die subtile Sprache der Dinge.

Ein passendes Geschenk sagt indirekt: „Ich sehe dich. Ich erkenne dich. Ich verstehe dich“, und signalisiert: „Wir sind uns ähnlich.“ Das stärkt die Verbundenheit zwischen beiden Parteien und löst positive Gefühle aus. Dazu verlangt eine solche kommunikative Handlung nach einer entsprechenden Reaktion. Die Beschenkten möchten etwas zurückgeben, – zum Beispiel ein ebenso schönes Geschenk, wenn sich die passende Gelegenheit dafür ergibt.

Passt das Geschenk dagegen so gar nicht, fühlen sich die Beschenkten nicht gesehen, wie sie wirklich sind und nicht verstanden. Unterbewusst vermuten sie: „Wir sind uns nicht ähnlich“, und empfinden weniger Verbundenheit mit der schenkenden Person.
Damit sowohl du als auch der Mensch, für den dein Präsent gedacht ist, von der positiven Psychologie des Schenkens profitieren, darfst du deiner Geschenke-Auswahl somit ruhig etwas Aufmerksamkeit widmen – und dich dabei gerne von den Schmuckstücken unserer kleinen Labels inspirieren lassen.

Nach welchen Kriterien suchst du Geschenke für deine Lieben aus? 
Wir sind gespannt auf deinen Kommentar.

Dorit Flor

Dorit Flor

Dorit Flor ist als Content-Marketing- und PR-Texterin unterwegs und mag es vor allem unkonventionell, originell und fantasievoll. In ihrer Klopfecke fabriziert sie gemeinsam mit ihren Klopfgeistern Neugier, Interesse, Leidenschaft, Begeisterung und Inspiration raffinierte, einfallsreiche Schriftstückchen, am liebsten für freigeistige Unternehmer:innen, Künstler:innen, Kreative und Leute mit spirituellen oder anderweitig abgefahrenen Angeboten.

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