Furoshiki – DIE nachhaltige Art, Geschenke und mehr zu verpacken

Was ist das überhaupt, dieses Furoshiki? Und was kann man damit machen? Dörte Kelm, Gründerin von Fien’ Tüch, einem Label für nachhaltige Textilien aus der Nähe von Lüneburg, erzählt, was es damit auf sich hat und erklärt in einer kleinen Serie an einfachen Beispielen, wie es leicht im Alltag verwendet werden kann.

Was ist das – Furoshiki?

Vor einem Jahr hörte ich selbst das erste Mal von Furoshiki. Ich war auf der Suche nach Inspiration für nachhaltige Produktideen und las einen Artikel über einen kleinen Laden in Tokio, der Furoshiki Tücher verkauft, und das machte mich neugierig.

Ich lernte, dass ein Furoshiki ein quadratisches Tuch ist, das in Japan traditionell zum Verpacken von Gegenständen und Geschenken verwendet wird. Und das machen die Japaner schon seit über 1000 Jahren. Ursprünglich verstaute man in diesem einfachen Tuch seine Badesachen. Daher auch der Name Furoshiki, der sich aus den beiden japanischen Begriffen „furo” (Bade) und „shiki“ (Tuch) zusammensetzt.

FIEN’ TÜCH kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet übersetzt „Feines Zeug“. Und feines Zeug ist Furoshiki allemal!

Dörte Kelm, Gründerin des kleinen Labels Fien Tuech

Was kann ich mit einem Furoshiki Tuch machen?

Heutzutage verstauen die Japaner auch gern andere Dinge darin, zum Beispiel ihre Bentobox zum Mittagslunch. Oder sie knoten daraus eine stylische Tasche. Und sehr gerne wird ein Furoshiki Tuch als Geschenkverpackung verwendet, um dem Beschenkten eine besondere Wertschätzung entgegenzubringen. Daneben kann man es auch einfach als Halstuch tragen, als Tischdecke oder Stoffserviette auf den Tisch legen oder es als Wandbild an die Wand hängen.

Als Materialien für diese besonderen Tücher werden meistens Seide oder Baumwolle verwendet. Sie lassen sich besonders gut für die verschiedensten Verwendungszwecke einsetzen.

Prinzipiell kann man natürlich jeden Stoff verwenden, den man gerade zur Hand hat. Wichtig ist nur, dass der Stoff in Stärke und Festigkeit zum jeweiligen Verwendungszweck passt.

Tücher von Fien Tüch – ideal für Furoshiki
Tuch von Fien Tüch als Wandbehang
Furoshiki - Tuch von Fien Tüch zum Beutel geknotet

Was hat Furoshiki eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun?

Furoshiki von Fien Tüch

Was ich an einem Furoshiki besonders mag, ist, dass es so vielseitig verwendbar ist. Und dass man es im besten Fall ein Leben lang benutzen kann. Das ist an sich schon sehr nachhaltig.

Mit meinen Tüchern, die ich für FIEN’ TÜCH entwickle, möchte ich gern noch einen Schritt weiter gehen und auch die Entwicklung und Produktion möglichst fair und sozial gestalten.

So verwende ich ausschließlich Bio Baumwolle, die mit umweltfreundlichen Farben bedruckt wird. Alle Tücher werden von Menschen mit Handicaps in einer sozialen Einrichtung genäht. Die Fertigung der Tücher findet komplett in Deutschland statt, um die Wege möglichst kurz zu halten und einen schnellen, direkten Kontakt zu allen Beteiligten zu ermöglichen.

Über die Autorin ...

Dörte Kelm

Dörte Kelm

Dörte Kelm ist Gründerin von Fien’ Tüch. Als Produktdesignerin und Raumausstatterin ist sie oft mit Farben, Stoffen und Möbeln in Berührung gekommen. Das mit den Textilien hat sie in Form ihrer Selbstständigkeit vertieft, und so gestaltet sie japanische Furoshiki Tücher in norddeutscher Interpretation. Der Name ihres Labels "Fien’ Tüch" ist Plattdeutsch und bedeutet feines Zeug.

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