Fünf Bücher, die ich immer wieder gern verschenke: Buchempfehlungen von Simone Maader

Simone Maader ist Texterin und Content-Strategin. Zum Einstieg in die fünf Bücher, die sich immer wieder gern verschenkt, schreibt die Hamburgerin: Obwohl ich mich beruflich ständig mit Inhalten für das Internet beschäftige, liebe ich Bücher über alles. Vielleicht ist es auch kein „obwohl“, sondern eher ein „weil“ … Es gibt für mich jedenfalls kaum etwas Schöneres, als mit einem Buch auf dem Sofa zu liegen und in dieses Meer aus Papier einzutauchen.

Was sind deine Lieblingsbücher? Welche verschenkst du gerne? Schreib Geschenkmamsell Melanie und mir gerne deine Buchtipps unten in die Kommentare – oder schreib selbst einen Artikel. Wir freuen uns, von dir zu lesen.

Simone Maader

Da ich zwei Kinder habe, gebe ich meine Leidenschaft für Bücher gerne an die beiden weiter und versorge auch ihre Freundinnen und Freunde mit Büchern. Mein erster Buchtipp ist deshalb ein Kinderbuch: „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“, geschrieben von Alex Rühle, illustriert von Axel Scheffler (hat auch den Grüffelo gezeichnet), erschienen bei dtv.

Darum geht’s bei Zippel: Zippel ist ein süßes, kleines Schlossgespenst, das nicht auf einer großen Burg lebt, sondern im Türschloss einer Altbauwohnung bei Paul und seiner Familie. Paul entdeckt den neuen Mitbewohner kurz nach den Sommerferien und hat unglaublich viel Spaß mit Zippel – bis seine Eltern das alte, neuerdings so hakelige Türschloss gegen ein modernes Exemplar austauschen wollen.

Paul muss also dringend ein neues Zuhause für Zippel finden und gleichzeitig sein Geheimnis vor den „Awachsanan“ bewahren. Einfach zauberhaft erzählt und herrlich zum Selbstlesen oder zu Vorlesen.

Mein zweiter Buchtipp ist ein Jugendbuch, das sowohl meine Tochter als auch mich zu Tränen gerührt hat: „Die Buchspringer“, geschrieben von Mechthild Gläser, erschienen im Loewe Verlag. Mit 16 Jahren erfährt Amy, dass sie eine besondere Gabe hat: Sie kann in Bücher eintauchen und die Geschichten hautnah miterleben. Den Anfang macht das Dschungelbuch, in dem sie Schir Khan kennenlernt. Der Tiger erklärt ihr, dass sie als Buchspringerin in die Geschichten nicht eingreifen darf und immer am Rand oder zwischen den Zeilen bleiben muss.

Das ist der Beginn einer Reise durch viele Bücher. Unter anderem besucht Amy Alice im Wunderland und leidet mit Goethes Werther. Bis aus den Geschichten Ideen gestohlen werden und die Bücherwelt völlig aus den Fugen gerät. Packend und mit viel Liebe zu den Büchern und ihren Figuren erzählt.

Das dritte Buch, das ich seit Jahren gerne verschenke, ist „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“, geschrieben von Francois Lelord, erschienen im Piper Verlag. Hector stellt bei seiner Arbeit als Psychiater fest, dass es ihm nicht möglich ist, seine Patientinnen und Patienten glücklich zu machen.

Das frustriert ihn und so macht er sich auf die Suche nach dem Glück. Er bereist die Welt und stellt den Menschen immer wieder dieselbe Frage: „Sind Sie glücklich?“ Das Ergebnis seiner Suche: 23 Lektionen, die das Glück ausmachen und die Erkenntnis, dass Glücklichsein ganz einfach ist. Wunderbar …

Buchtipp Nummer vier ist „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari, erschienen im Pantheon Verlag. Auf gut 500 Seiten zeigt Harari die Entwicklung des Menschen vom Homo Sapiens vor 100.000 Jahren bis heute. Warum haben wir Städte gegründet? Weshalb glauben wir an Götter? Was machen Kapitalismus und Shopping-Zeitalter mit uns? Und wie geht es mit der Menschheit weiter? Selten hat mich ein Sachbuch eines Historikers so sehr gefesselt, wie dieses hier. Erschreckend und erhellend zugleich.

Mein fünfter Buchtipp ist das dickste Buch, das ich von Anfang bis Ende regelrecht verschlungen habe – und das will wirklich etwas heißen. Während meines Studiums musste ich so unfassbar viel lesen, dass ich um tausendseitige Bücher lange einen Bogen gemacht habe. Dieses hier fasziniert mich allerdings bis heute: „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, erschienen 2004 bei Kiepenheuer & Witsch. Schätzing lässt in seiner Geschichte die Natur zurückschlagen: Organismen in der Tiefsee lösen Tsunamis und andere Naturkatastrophen aus, die weltweit die gesamte Menschheit bedrohen. Wer es wirklich richtig packend mag, verbunden gut recherchierten Fakten, für den ist dieser Roman perfekt.

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